Erneuter Rückschlag für das Nordkoreanische Raumfahrtprogramm

Stilisierte Darstellung des Raumfahrtprogramms von Norkorea (Pixabay - CC0)
Stilisierte Darstellung des Raumfahrtprogramms von Norkorea (Pixabay - CC0)

Pjöngjang: Das dürfte Kim Jong Un gar nicht schmecken, aber wieder ist eine Rakete der Nordkoreaner unmittelbar nach dem Start abgestürzt. 

Dabei verlief der Flug der Rakete vom Typ Hwasong-12 völlig normal. Das Haupttriebwerk zündete und die Rakete startete in Richtung Himmel. Doch dann begann sich die Rakete zu neigen und steuerte in Richtung Japan. "Man hätte fast meinen können, diesen Rakete wollen lieber in Richtung Hawaii, Guam oder eben Japan fliegen", so ein südkoreanischer Experte.

 

Ob ein Problem mit der Flugstabilisierung oder der Software des Bordcomputers vorlag, ist bis zu dieser Stunde noch unklar. Glück im Unglück ist der Umstand, dass die Raketen nach wie vor unbemannt  beziehungsweise unbefraut fliegen.  Dennoch muss die Frage aufgeworfen werden, ob nicht sogar Absicht dahinter steckt, denn immer wieder schlagen diese Weltraumraketen in Regionen ein, mit denen es politische Dissonanzen gibt.

Das Nordkoreanische Raumfahrprogramm ist sehr ambitioniert. Wie uns Insider dieses völlig abgeschotteten Landes berichtet haben, möchte man binnen 2 Jahren den Mond erreichen und bis spätestens 2021 sicher einen Mann, oder eine Frau, auf den Mars und den Gasplaneten Jupiter gelandet haben. Um, wie uns die Insider weiter berichteten "die Amerikaner auch im Weltraum erbarmungslos zu jagen und mit der gesamten Bandbreite unserer Technologie zu vernichten".  Von einer Rückkehr der Astronautkameraden ist allerdings nicht die Rede, was die Konstruktion der Rakete und des Landemoduls deutlich leichter macht, spart man doch den Treibstoff für die Rückkehr.

Mit der BM25 Musudan und der Pukguksong-2 stehen zwei weitere Trägersysteme zur Verfügung, um diese ambitionierten Ziele zu erreichen. Alle Raketen werden jedoch zunächst mit atomaren Sprengköpfen ausgestattet, da diese das Gewicht einer bemannten Crew am besten simulieren können, so die Insider aus Nordkorea.  Experten zweifeln jedoch, dass Raketen, die teilweise mit Feststoffantrieben ausgestattet sind, überhaupt jemals den Mond, geschweige denn den Jupiter erreichen können. Dennoch werden die Raketen weiterhin entschlossen getestet. Das Ziel bleibt weiterhin "die amerikanische Vorherrschaft überall dort zu zerschmettern, wo sie zum Kampf gestellt werden kann", so die Nordkoreaner.

Bis es aber soweit ist, muss es den Raketeningenieuren gelingen, den richtigen Planeten zu treffen. Da bisher ausnahmslos alle Weltraumraketen der Nordkoreaner entweder explodiert, oder in der Nähe der Küste verfeindeter Staaten gelandet sind, beträgt der Verlustquote bemerkenswerte 100%. Hier muss man feststellen, dass das Weltraumprogramm von Kim Jong Un das mit Abstand erfolgloseste Vorhaben dieser Art ist, das jemals unternommen wurde. 
(owe)