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Automatisch gesteuerter Van Carrier verursacht Chaos im Hamburger Hafen

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Hier geht der betroffene Portalhubkran noch seiner Arbeit nach, bevor er für Angst und Schrecken in Hamburg und Deutschland sorgt. (Bild: Markus Daams ©)

Als der Van Carrier VC42 morgens um 6 Uhr seinen Dienst im Hamburger Hafen begann, ahnte noch niemand, welche Tragödie sich anbahnte. Denn an diesem Tag entwickelte dieses Arbeitsgerät eine erschreckende Verhaltensauffälligkeit.
Durch die Teilautomatisierung des Containerumschlages im Hafen haben ferngesteuerte Portalhubwagen wie VC42 viel zu tun bekommen. Sie fahren automatisch zu einer vorbestimmten Zielposition, nehmen einen Container auf und fahren diese dann automatisch zu einem weiteren vordefinierten Punkt. Soweit die Theorie, die sich in der Praxis bisher gut bewährte. 
Am  Mittwoch den 20. Juli 2017 begann VC42 jedoch ein Eigenleben zu entwickeln. "Er verweigerte auf einmal die Arbeit und begann sich auf dem Gelände eigenständig um zusehen. Wir alle hatten das Gefühl, würde er nach Zielen suchen", so Hubert Helmsdorf geschockt, IT-Beauftragter im Hamburger Hafen.
Glück im Unglück war, dass sich alle Hafenarbeiter bereits in der Kneipe "Zum goldenen Twistlock" befanden um den Wochenausklang zu begießen. "Sonst hätte das Tote gegeben", so Helmsdorf weiter. 

Auch zu den Hintergründen äußerste er sich. "Wir haben letzte Woche eine neue Software zur Automatisierung von Logistigprozessen eingespielt, das dürfte wohl dazu beigetragen haben, dass die Situation heute so brisant wurde".
Die Software mit dem Namen Netsky T1 stammt von einem Waffenhersteller aus den USAder hier nicht genannt werden will. Besagte Software zur Vernetzung von Drohnen wurde geschaffen, um auch komplexe Angriffsstrategien vollautomatisch durchführen zu können. Weitere Features sind eine Gesichtserkennung aus sehr großen Höhen und die "Bewertung der Weichziele" für den optimalen Einsatz der Waffen. 
Selbige Firma verkauft diese Software jedoch auch zum Discountpreis für Logistikprozesse, um zum Beispiel Portalhubwagen zu vernetzen. "Das haben wir ja nicht ahnen können, dass ein Betriebssystem für Waffen einen unserer sonst so lieben Vancarrier in ein amoklaufendes Killergerät verwandelt!", insistiert Helmsdorf aufgelöst.

Die Amokfahrt des VC ging jedoch weiter. Er verließ das Hafengelände und fuhr selbstätig auf die Autobahn A7, um kurz danach vor dem Elbtunnel vier Stunden lang im Stau zu stehen. Danach setze er seine Irrfahrt fort. Sie endete vor dem Haus der Künstlerin Sarah Connor, wo der Portalhubwagen von eilig herbei gerufenen Polizeikräften davon ab gehalten werden musste, in das Haus einzudringen.

Trotz dieses kleinen Malheurs setzt man in Hamburg weiter auf die Software und hofft sogar auf Partner aus der Bundeswehr und Luft- und Raumfahrt. So sollen vom Van Carrier über die Containerbrücken, bis hin zum Panzer und Satelliten alle Geräte vernetzt miteinander kommunizieren und agieren können. Um Kosten zu sparen und um "öfter mal im Goldenen Twistlock abhängen zu können", wie uns Helmsdorf bestätigte.