IT-News seit 1902. Eine Geschichte voller Irrungen, Wirrungen und nicht die Spur von Satire.

Die Wolkenstahl Saga begann im Jahre 1902, als Moritz Ephraim Wolkenstahl anfing, sich für IT und EDV zu begeistern. Wissbegierig wie er war, versuchte er sich nach seiner Ausbildung als Erntehelfer in einem Agrarbetrieb in Ostpreußen bei einer Universität einzuschreiben. Dies gelang nicht, denn die Computertechnik steckt in ihren Anfängen, bzw. sehr weit davor. 
Moritz Ephraim Wolkenstahl ließ sich jedoch nicht aufhalten, und strebte nicht nur nach mehr Wissen über Computer, Programmierung und Automatisierung. Es war ihm ein Bedürfnis, die Menschen dieser Welt über die aktuellen Entwicklungen auf dem neusten Stand zu halten. Und so startete er das Wolkenstahl Projekt

Die wichtigsten Stationen möchten wir hier kurz anreißen



1902: Beim Abernten von Roggen fragte sich Moritz Ephraim Wolkenstahl (M. Wolkenstahl) gedankenverloren, ob man den Erntevorgang selbst nicht mit der neuen Elektrizität automatisieren könne und hat dafür vom Vorarbeiter ordentlich Dresche bezogen.

1904: M. Wolkenstahl entflieht seinem von Missbrauch und Ausschweifungen geprägten Umfeld und versucht sich bei der Universität zu Danzig einzuschreiben. Auf die Frage hin, ob es "Kurse mit elektrisch rechnenden Maschinen" gibt, wird er ausgelacht und bekommt umgehend Hausverbot.

1911: Fernschreiber werden aller Orten in Betrieb genommen. So auch im Fernsprechamt im ostpreußischen Ort Fangowitz. Hier arbeitet M. Wolkenstahl mit einem der ersten Fernschreiber in Deutschland. Seine erste Nachricht lautete: +++Gehe in Richtung Wand +++ Wenn Anzahl Wand > 0 drehe dich um +++ Wenn Schritte == 50 dann Pause.
M. Wolkenstahl hat, ohne es zu wissen, einen Fernschreiberbeamten im 56 Kilometer entfernten Berlin "programmiert".  

1922:  Mit dem "Wunder der Maschine und allerlei andere Neuigkeiten aus der Welt der IT" verlegt M. Wolkenstahl die erste Zeitschrift der Welt, die ausschließlich um Themen der elektronischen Datenverarbeitung behandelt. Aufgrund der Wirtschaftskrise in Deutschland und der übrigen Welt wurde die Zeitung nach nur drei verkauften Exemplaren wieder eingestellt.

 

1933: M. Wolkenstahl streitet sich öffentlich mit Mitgliedern der NSDAP und der SA. Er hält sie für "verbohrt, rückständig und übelriechend". Es ärgert ihn Maßlos, dass die Nazis neuen Technologien nicht aufgeschlossen gegenüberstehen. Außerdem verachtet er ihre rassistische Ideologie.

1934: Mit großem Eifer tritt, M. Wolkenstahl der NSDAP bei. Nach dem Josef Goebbels ihm mitgeteilt hat, dass die Nazi-Führung gedenkt, seine Forschung rund um "wundersamen Rechenapparaturen" finanziell zu unterstützen, kann sich M. Wolkenstahl für die Ideen der Nazis erwärmen. 

 

1936. Bei einem Mittagessen in Berlin, es gab Lammkotelett und Rahmgemüse, eskaliert ein Streit zwischen Konrad Zuse und M. Wolkenstahl. Zuses Z1 war ein funktionierendes 22-Bit Gleitkommazahlen Addier-/ Subtrahiergerät. M. Wolkenstahl  bestand darauf, "das Ding mal gründlich zu übertakten um zu sehen, was da noch geht". Zuse lehnte dies brüsk ab, lässt sich sein Lammkotelett einpacken und stürmt aus dem Lokal.

1940: Die Naziführung trat an M. Wolkenstahl heran um sich zu erkundigen, ob er eine elektronische Rechenmaschine für die neue Rakete V2 (Aggregat 4) entwickeln könne. Die Anforderung war, dass die Machine die Fluglage und den Endanflug auf das Ziel steuern sollte. M. Wolkenstahl entwickelte daraufhin eine solche Maschine. Allerdings war sie mit einer Größe von 22 x 8 Metern zu groß für die Rakete. Nachdem er 16 Millionen Reichsmark für diese vollkommen sinnlose Projekt verschwendet hat, gab er frustriert auf und schreib an Hitler: "Was soll der Unfug, mein heißgeliebter Führer, flutet die verfluchte Insel (hier ist England gemeint Anm. d. Red.) oder setzt Giftgas ein. Diese Raketen sind jedenfalls Mumpitz und werden sich ohnehin nicht durchsetzen."

1945: Als M. Wolkenstahl die ersten alliierten Panzer auf seinen Heimatort zufahren sieht, ist er empört aus der NSDAP ausgetreten, anschließend dem Panzerzug entgegengelaufen, um wichtige Größen der Partei zu denunzieren. Tags darauf veröffentlicht er ein Buch mit dem Titel "Missbraucht! Wie die Nazis mich täuschten". 

1948: Die Alliierten stuften die Forschung von M. Wolkenstahl als "wunderlich und obskur" ein, sodass er straffrei blieb. Er bot seine Dienste den USA und England an, die jedoch ablehnten. Er ärgerte sich zu dieser Zeit, dass "dieser von Braun mit seinem Raketenschwachsinn die Alliierten um den Finger wickeln" konnte.

1959: M. Wolkenstahl kauft sich auf dem Weg zur Arbeit einen Siemens 2002 . Hier schreibt er das erste Mal News-Artikel rum um Themen der EDV. Weiterhin gelingt es ihm mit einer Zahlenkolonne eine entkleidete Frau auf dem Bildschirm darzustellen. 

1969: Zu Zeiten von Flower Power und LSD entschied sich M. Wolkenstahl einen HP 9100A zu kaufen. Aufgrund des aus dem Ruder gelaufenen LSD-Trips hielt er das Gerät für einen Drachen und zerstörte es wieder.  Er hasste Wernher von Braun immer noch, dem es mit der Saturn V gelang, Menschen auf den Mond zu bringen. Daher war M. Wolkenstahl der erste Menschen, der die Mondlandung mit "Fake!! " kommentierte. Er nahm dieses harsche Urteil später jedoch wieder zurück, denn er war überzeugt, dass nach der Mondlandung "Schluss ist mit diesem ewigen Raketenirrsinn" ist. 

1975: Mit einem IBM 5100 steht ihm nun ein neuer Computer zur Verfügung. Wieder verfasst M. Wolkenstahl auf ihm Nachrichten zu Themen rund um IT und EDV. Außerdem gelingt es ihm erneut Damen ohne Bekleidung auf dem 5" Monitor auszugeben. 

1983: M.Wolkenstahl kauf sich auf dem Weg zum Bäcker einen Sun-1. Bei dem Versuch die unbekleideten Damen endlich zu animieren, erleidet er einen Herzinfarkt. Mit ihm geht ein Visionär des Computerzeitalters. Seine Vermächtnis lebt in wolkenstahl.com weiter. Denn es war seine Mission, die Menschheit mit News und Informationen aus der Welt der IT zu versorgen. Nun ist es verdammt noch mal unsere.